Von wegen pretty woman - der älteste Beruf der Welt ist offenbar traumatisierender als das Kriegsgeschäft. Nach einer Studie des Kaiser-Permanente Medical Center in San Francisco leiden Prostituierte viel häufiger am sogenannten post-traumatic stress disorder als Vietnamveteranen.

Während etwa 20 bis 30 Prozent der ehemaligen Soldaten über emotionale Taubheit und Alpträume klagen, litten von 500 befragten Prostituierten rund zwei Drittel an der schweren psychiatrischen Erkrankung. Die Prostituierten beiderlei Geschlechts im Alter von 12 bis 61 Jahren, die in San Francisco und sechs großen europäischen Städten befragt wurden, fühlten sich während ihrer Arbeit oft physisch und sexuell bedroht. Dabei spielte es keine Rolle, ob sie ihrer Tätigkeit auf der Straße oder in einem Bordell nachgingen. Mit der Hollywood-Variante hat die Realität nichts gemein: Mehr als 90 Prozent der Befragten gaben an, aus ihrem Milieu aussteigen zu wollen.