Was ist Multimedia? Die Erfolgreiche Computerpraxis erklärt den Begriff wie folgt: "Unter Multimedia versteht man eine elektronische Kombination aus Texten, Bildern, Audio- und Videosequenzen, in denen sich der Anwender weitgehend frei bewegen kann."

Vielleicht ist es diese freie Bewegung, die es so ungemein schwierig macht, den Anwender zu erfassen. Zum Beispiel dann, wenn er sich an seinem Arbeitsplatz bewegt und Multimedia betreibt: 710000 Arbeitsplätze soll die Branche in Deutschland im Jahre 1996 umfaßt haben, auf 990000 im Jahre 2001 angewachsen sein. Damit hätte sie mehr Arbeitsplätze aufzuweisen als die Automobilindustrie.

Auf mehr als eine Million neuer Jobs kommt auch die Zeitschrift Bizz, wenn sie den Multimediabereich untersucht. "Medien, die bisher Texte, statische und bewegte Bolder sowie Töne transportierten, werden jetzt verzahnt", definiert Bizz bissig den Buzz (multimedial für Aufregung) um Multimedia.

Doch es gibt auch andere Zahlen. Etwa vom Computerkonzern IBM, der derzeit 1500 Mitarbeiter sucht, Multimedia-Spezialisten inbegriffen. 75000 unbesetzte Stellen schätzte Deutschland-Chef Lamberti für den gesamten Markt der Informationstechnik. Als Sprecher des Zentralverbandes der Elektronik-Industrie nannte er die Zahl von 379000 Menschen, die 1997 im ITSektor arbeiteten - Multimedia eingeschlossen, doch um die Inhalte entschlackt.

Auf der Cebit Home war genügend Platz für die freie Bewegung der Multimedialen, da längst nicht alle Standflächen vermietet werden konnten. Neben dem Stand des Landes Niedersachsen war Raum für die Demonstration eines Baseballspiels. Rund 180000 Besucher kamen zur Messe, 35000 weniger als beim ersten Spektakel vor zwei Jahren. Die Messegesellschaft sieht darin die Stabilisierung eines Trends. Multimedia beeinträchtigt offensichtlich das Rechnen im Zahlenraum über 100000.