Nun ist er doch noch überraschend aus der Versenkung aufgetaucht, der FDP-Justizminister, ach wie heißt er noch schnell? Und wie die unbekannte Größe am Bonner Kabinettstisch gleich gestartet ist: erst mit der Forderung nach einem Rechtspflegeministerium, jetzt mit der Ehescheidung, aber nicht vor Gericht, sondern bitte dort, wo alles anfängt - beim Standesamt. Das soll in unstrittigen Fällen scheiden, weil das billiger ist, die Gerichte entlastet und den Staat schlanker macht. Den Fettnapf aber, in den der Justizminister damit trat, hat er in der Hektik wohl übersehen. Schon sehen die Anwälte, immerhin die Klientel der Liberalen, ihre Gebührenfelle davonschwimmen. Und die Kommunen erst, chronisch blank, deren Behörden nun einspringen sollen. Da will sich einer doch nur wieder auf ihre Kosten sanieren! Oben schön schlank, unten ausgemergeltes Personal. Nein danke, Justizminister ... ach wie heißt er doch schnell?