Noch eine schlechte Nachricht für Computernutzer: Wer Texte am Bildschirm liest, braucht nicht nur länger, sondern übersieht auch noch mehr Fehler als bei Gedrucktem. Diesen Befund hat die Psychologin Martina Ziefle von der Universität Aachen zutage gefördert. In einer ganzen Serie von Versuchen hatte sie über hundert Freiwillige Texte aus dem ZEIT- und FAZ-Magazin lesen lassen - je eine halbe Stunde lang, sowohl am Bildschirm als auch auf Papier.

Dabei mußten die Testleser unter anderem nach kontrolliert zugesetzten Tippfehlern suchen. Ergebnis: Am Bildschirm wurde um bis zu zehn Prozent langsamer gelesen und bis zu zehn Prozent mehr Fehler übersehen - je verwaschener das Bild auf der Mattscheibe war, desto mehr. Besonders der mangelnde Kontrast und das Flimmern schlechter Monitore machte den Probanden zu schaffen. Doch selbst teure Spitzenmodelle hatten gegen das altgediente Papier keine Chance.