Über zweihundert Bürgerinitiativen wehren sich inzwischen gegen den unerträglichen Windkraftterror. Dieser windige Ökoschwindel, der als hochsubventionierte Umweltzerstörung zur skrupellosen Ausbeutung vieler Bürger durch wenige Hersteller und Betreiber der Windenergie führt und unseren Politikern lange genug den schönen Anschein einer internationalen Führungsrolle im Umweltschutz gegeben hat, sollte möglichst schnell beendet werden.

Prof. Dr. Lothar Hoischen Marburg

Das Ende 1990 in Kraft getretene und im letzten Jahr novellierte Stromeinspeisegesetz betrifft nur regenerierbare Energien und war damit von vornherein kastriert. Hätte statt geschickter Lobbyarbeit politisch geleiteter Sachverstand regiert und wäre mit einer breiteren Ausrichtung der Förderung die Einsparung von fossiler Energie allgemein begünstigt worden, so hätte es neben dem Boom der Windkraft einen weiteren, viel mächtigeren Boom der Kraft-Wärme-Kopplung gegeben. Wie bei der Windkraft ist die Technik reif, sind die Produkte verfügbar. Unzählige Ministromheizungsblocks würden dann in den Kellern von Wohnhäusern nur darauf warten, je nach Bedarf per Rundsteuerbefehl gestartet zu werden und innerhalb weniger Sekunden Strom ins Netz zu liefern, um Lastspitzen abzufangen.

Dietrich Gottstein Hohenschäftlarn

Die unbestreitbar vorhandenen technischen Herausforderungen neuer Energiesysteme sind weitaus leichter zu beherrschen als der energiepolitische Grabenkrieg in diesem Land. Sprechen wir also im Jahr 2010 noch einmal über die Auswirkungen der Windenergie auf das Verbundnetz, wenn sie denn endlich die Zehnprozentmarke übersteigt.

Eckard Quitmann Osnabrück

Die zentrale Frage bleibt ungestellt: Ist es akzeptabel, daß das Stromnetz von einigen wenigen Großkonzernen zur Gewinnoptimierung gefahren wird - und sich nicht an der ökologisch sinnvollen Minimierung von Schadstoffen orientiert (und schon gar nicht an der Produktion der Regenerativen, die die Konzerne ja sowieso nicht im Netz haben wollen)? Folglich wird auch nicht gefragt, welche politischen Maßnahmen notwendig wären, um die Netzbetreiber auf ökologische Optimierung zu verpflichten. Hier würde zum Beispiel eine Abgabe auf CO2-Emissionen ebensowenig ohne Wirkung bleiben wie entsprechende gesetzgeberische Vorgaben im Energiewirtschaftsgesetz. Doch von alledem kein Wort. Da stellt sich schon die Frage, ob die Windenergie hier nicht einfach als Prügelknabe für Probleme des Netzmanagements herhalten muß, die nicht ursächlich der Windkraft anzulasten sind.