Seit er tot ist, schreibt er Buch auf Buch: Erst posthum ist aus Ernest Hemingway, dem Nobelpreisträger und Großwildjäger, der zu Lebzeiten lange an Schreibblockade litt, ein wirklich fleißiger Autor geworden. Was uns nun bevorsteht, ist bereits das vierte Buch seit seinem Selbstmord 1961. Nach dem Erinnerungsband "Ein Fest fürs Leben" und den beiden Romanen "Inseln im Strom" und "Der Garten Eden" kündigen nun seine Familie und sein Verlagshaus Scribner für kommenden Sommer, rechtzeitig zum 100. Geburtstag Hemingways, einen neuen, mindestens: neugefundenen Roman aus dem Nachlaß an. Titel: "Truth at First Light". Auch wenn die Erzählung unvollendet ist - diese narrative Wahrheit muß einfach ans Licht. Worum es geht? Natürlich um den bewährten Mix aus Fakt und Fiktion, um Großwildjagd in Afrika und Schriftstellerehen. Ein Schriftsteller und seine Frau sind auf Safari, der Mann hat eine Liebschaft mit einer achtzehnjährigen Afrikanerin, die ein Kind von ihm bekommt, der Ehefrau ist's egal. Schnee von gestern? Schnee vom Kilimandscharo. Trotzdem: Sei gegrüßt, tapferer Hemingstein.