Eigentlich waren wir immer froh, wenn uns die Autokonzerne mal wieder mit den neuesten Segnungen der Technik entlasteten: ABS nahm die Angst vor Vollbremsungen, und das Elektronische Stabilitätspaket ESP läßt uns sogar einem leibhaftigen Elch elegant ausweichen - ohne das Auto gleich auf den Kopf zu stellen. Meist brachten die deutschen Autobauer die technischen Spitzenleistungen zuerst auf die Straße. Doch jetzt legt die US-Konkurrenz vor: General Motors, so ist aus Amerika zu hören, will seine Cadillacs mit einem Nachtsichtgerät ausrüsten. Fünfmal weiter könne man damit sehen. Die Technik stammt aus dem Arsenal der Militärs - endlich eine sinnvolle Anwendung, könnte man meinen. Da die deutsche Konkurrenz nachrüsten muß, eröffnen sich im Land ohne Tempolimit ganz neue Perspektiven: Im Porsche mit 250 Sachen durch die Nebelschwaden, Radarfallen sind in der schwärzesten Nacht schon von weitem sichtbar ... Von so viel Freiheit haben wir doch immer schon geträumt, oder?