Ein seltsamer Fall durchgeistert derzeit die Verlagswelt. Der Verlag Carl Hanser zieht ein etwa dreißig Seiten umfassendes Kapitel aus Claus Leggewies in Kürze erscheinendem Buch "Von Schneider zu Schwerte - Das ungewöhnliche Leben eines Mannes, der aus der Geschichte lernen wollte" zurück. Worum geht es? Um die seit der Enttarnung des Aachener Germanisten und früheren TH-Präsidenten Hans Schwerte, der eigentlich Hans Ernst Schneider hieß und als SS-Sturmführer im "Ahnenerbe" tätig war, nie völlig geklärte Frage, wer in der Philosophischen Fakultät Aachen wann von der Identität Schwertes etwas gewußt und zu welchen Zwecken benutzt hat. Leggewie insinuiert (und kann es derzeit nicht beweisen) ein Vorwissen unter Aachener Germanisten, die sich nun mit juristischen Androhungen zur Wehr setzen. Leggewie seinerseits droht weitere Recherchen an, die er vielleicht besser vorher unternommen hätte.