Rund acht Prozent aller Babys kommen zu früh zur Welt, neuerdings steigt die Zahl der Frühgeburten sogar leicht an. Viele Frühchen - die kleinsten wiegen weniger als 500 Gramm - tragen bleibende Schäden davon. Dabei lasse sich ein Teil der Frühgeburten durchaus vermeiden, berichtete der Geburtsmediziner Erich Saling auf dem Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Nürnberg. So werde mehr als ein Drittel aller Frühgeburten durch Infektionen ausgelöst. Zuvor jedoch werden Milchsäurebakterien in der Scheide verdrängt, und der pH-Wert steigt an. Dies kann die Schwangere mit einem pH-Meßstreifen prüfen und bei einem zu hohen Wert zum Arzt gehen. Udo B. Hoyme, Leiter der Frauenklinik in Erfurt, hat die Methode fast zwei Jahre getestet: Im Vergleich zur Kontrollgruppe kamen fünf Prozent weniger Kinder zu früh zur Welt.