Wohin mit dem Treibhausgas CO2, das beim Verbrennen fossiler Energieträger wie Kohle und Gas unabänderlich frei wird? Auf einer Konferenz in Interlaken wurde jetzt eine ungewöhnliche Entsorgungsvariante diskutiert: das Verpressen von Kohlendioxid im Boden oder Meer. Daß dies prinzipiell geht, beweisen bereits einige Großprojekte. Die norwegische Statoil drückt jährlich eine Million Tonnen des Gases in hohles Sandgestein unter der Nordsee. Und in der kanadischen Provinz Alberta wird das Treibhausgas in stillgelegte Öl- und Gasfelder gepreßt. Da unterirdische Lagerstätten rasch erschöpft sein dürften, soll ein Pilotprojekt auf Hawaii klären, welche Risiken und Kosten einhergehen mit dem Versenken von CO2 in der Tiefsee. Dort löst es sich wie in einer Sprudelflasche. Nur: Wie lange bleibt es unten?