"Als der Kanzler Bitterlich ..." Gut, das kann passieren (auf Seite 9 der vorigen ZEIT) - wiewohl es eleganter wäre, diese Wortfolge zu vermeiden, wenn man Kohls außenpolitischen Berater meint. Weiter jedoch: "Entscheidend war, daß der frühere Mitarbeiter der deutschen EG-Vertretung ..." Wer ist denn das nun wieder! fragt sich der unbefangene Leser. Bitterlich, noch immer. Das sollen wir schließen. Aber das müssen wir nicht. Der Autor hat das modische Ritual vollzogen, die Biographie der handelnden Person über den Text zu streuen, statt sie - so, wie er selber das mündlich immer täte - an einer Stelle zu versammeln. "Das sei dahingestellt, räumt Scholz ein. Doch der Vorstand des Augsburger Papierkonzerns ..." (24) Ein Gegner von Scholz? Nein, ein Synonym für ihn! Verwirrender Unfug. Was man damit anrichten kann, demonstrierte die ZEIT 1993 in ihrem unvergessenen Nachruf auf den Schauspieler Hans-Christian Blech: "Die getretene Kreatur - wer hätte sie besser verkörpern können als der 1915 in Darmstadt geborene Sohn eines Beamten?"