Der neueste Clou beim Mobilfunk sind die Ortstarife, die eigentlich keine sind. Weil Privatkunden vorzugsweise mit immer denselben Freunden und Verwandten in einem Ort plaudern, setzte T-Mobil-Chef Kai-Uwe Ricke genau hier mit seinem Angebot an: Seit Anfang September sind für Handybesitzer alle Gespräche in eine bestimmte, zuvor festgelegte Stadt preiswerter. Die Gebühren reduzieren sich um fast zwei Drittel auf 68 Pfennig pro Minute - gleichgültig, von welchem Fleck aus in Deutschland telefoniert wird.

D2-Chef Jürgen von Kuczkowski reagierte prompt. Er kreierte das "wandernde Ortsnetz". Und das heißt: D2-Kunden können sich von Ende September an auf ein Ortsnetz festlegen. Zusätzlich sinkt auch überall dort, wo sie sich gerade befinden, der Tarif für Gespräche in die unmittelbare Umgebung auf 69 Pfennig. Noch günstiger wird's bei eplus. Dort kostet die Minute zu einer ausgewählten Ortsvorwahl - ebenfalls von Ende September an - nur noch 59 Pfennig. Alternativ können eplus-Nutzer fünf Nummern festlegen, die sie dann zum Billigtarif anwählen.

Als einmalige Anschlußgebühr nehmen alle Betreiber 49 Mark. Die monatlichen Grundgebühren betragen zwischen 19,95 Mark und fast 70 Mark. Je höher der monatliche Basispreis, um so niedriger fallen die laufenden Gebühren für Ferngespräche aus. In der Spitze betragen sie zur teuren Hauptzeit 1,89 Mark pro Minute, nach Feierabend sinken sie in der Regel auf 39 Pfennig.