Obwohl sich die Lage an den Krisenherden in Ostasien, Rußland und Lateinamerika nicht weiter verschärft hat, blieb die Tendenz an den internationalen Aktienmärkten nervös. Zwischenzeitlichen Erholungen folgten regelmäßig Rückschläge. Dem deutschen Markt machte der schwächliche Dollar zu schaffen. Hintergrund ist eine mögliche Zinssenkung in den USA. Die Dollarverluste gingen vor allem zu Lasten der im Deutschen Aktienindex (Dax) enthaltenen exportintensiven Titel. Als rückschlaggefährdet erwiesen sich daneben Versorgungswerte. Als Grund nannten Börsianer die anstehende Bundestagswahl. Käme es zu einer rotgrünen Regierung, hätten sich die Elektroversorger mit der Forderung nach Abschaltung der Kernkraftwerke auseinanderzusetzen.

Zeitweise fest tendierten Bankaktien. Hier haben Übernahmephantasien wieder Konjunktur. Anlaß ist der Einstieg der niederländischen Finanzgruppe ING bei der BHF Bank. Gerüchte über einen Einstieg der Hypo- und Vereinsbank in ein französisches Institut steigerten ihren Kurs. Am Rentenmarkt liegen die Renditen auf einem neuen Tiefstand.

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