die zeit: Sie haben das Wissensmanagement für studentische Forschung in die Hand genommen. Was kam dabei heraus?

Matthias Dees: Im Herbst erscheint erstmals das Dees-Verzeichnis Wirtschaftswissenschaften. Darin werden über 1000 bis 1500 Abschlußarbeiten aufgelistet sein - Diplom-, Magister- und Staatsexamensarbeiten, die mit 2,5 oder besser benotet wurden. Außerdem abgeschlossene, aber auch noch laufende Doktorarbeiten.

zeit: Konnten Sie es nicht ertragen, daß studentische Studien in den Schubladen verschwinden?

Dees: Da liegt Wissen brach, das unbedingt zugänglich gemacht werden sollte.

Für die Unternehmen und die scientific community. Unsere Bibliographie kommt in den Buchhandel, und jeder wirtschaftswissenschaftliche Lehrstuhl erhält ein Präsenzexemplar.

zeit: Was unterscheidet Ihren Informationsdienst von Agenturen für Diplom- und Doktorarbeiten?

Dees: Bei uns kann man keine Arbeiten kaufen. Wir informieren lediglich über Inhalte und Zugriffsmöglichkeiten. Deshalb liefern Verlage und Agenturen auch ihre aktuellen Programme zu. Darüber hinaus kann jeder Student sein Werk direkt anbieten und den Preis selbst festlegen. Meldebögen gibt es an den Unis und im Internet (www.dees-verlag.de). Die Aufnahme ist kostenlos. Das Verzeichnis finanziert sich über Anzeigen aus der Wirtschaft.