Die Finanzkrisen in Ostasien, Rußland und Lateinamerika sorgen an den Weltbörsen weiterhin für Nervosität. Die Furcht vor einem weltweit sinkenden Handelsvolumen wächst, die Gewinnschätzungen werden entsprechend nach unten korrigiert. Private und institutionelle Anleger werden zunehmend unruhig, die Kaufbereitschaft ist gering. Viele fliehen in festverzinsliche Papiere, obwohl diese nur minimale Renditen abwerfen - Sicherheit ist Trumpf. In Deutschland warten viele Investoren zudem auf den Ausgang der Bundestagswahl, bevor sie neue Anlageentscheidungen treffen. Verunsichert wird der Markt zusätzlich durch den deutlich schwächelnden Dollar. Er belastet insbesondere die exportorientierten Aktien, auch die bislang favorisierten Autowerte. Der nun eingeleitete Zusammenschluß von Daimler und Chrysler hat der Daimler-Aktie keinen neuen Kursschub gegeben. Siemens-Aktien litten zusätzlich unter dem angekündigten Ertragsrückgang des französischen Elektrokonzerns Alcatel und der von Philips ebenfalls ausgesprochenen Gewinnwarnung für die zweite Hälfte dieses Jahres.

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