Kinder infizieren sich vor allem über den engen Kontakt zu ihren Eltern mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Diesen Übertragungsweg fanden Mediziner der Universitätsklinik Ulm heraus, als sie alle Ulmer Vorschulkinder und ihre Eltern untersuchten. Solche Bakterien finden sich im Speichel und werden für Magenschleimhautentzündungen bis hin zum Magenkrebs verantwortlich gemacht. Die Ulmer Forscher stellten fest, daß Mütter bei der Übertragung eine Schlüsselrolle spielen. Das folgerten die Wissenschaftler aus der Beobachtung, daß Kinder von Raucherinnen deutlich seltener infiziert waren. Dies wiederum lasse sich mit der veränderten Mundflora durch Rauchen erklären. Auch jene Kinder waren seltener angesteckt, die bereits einmal Antibiotika erhalten hatten.