Boston

Wer von uns könnte es aushalten, von feindlichen Anklägern gnadenlos über unsere sexuellen Praktiken, unsere Sünden befragt zu werden? Das dachte ich, als ich das Video der Befragung Präsident Clintons vor der Grand Jury sah.

Es war ein Video, das niemals hätte gezeigt werden dürfen, eines, das unser Land entwürdigt hat - und zwar nicht nur wegen der sexuellen Einzelheiten, bei denen sich die Anwälte immer wieder aufhielten.

Natürlich hat Präsident Clinton mit seinen Fehltritten die ganze Sache ins Rollen gebracht. Er selber hat das auch zugegeben, als er den Anwälten sagte, er würde nicht in die "ungeheuer schmerzvollen" Details gehen. "Das alles ist bereits hart genug für mich und meine Familie gewesen", sagte er, "obwohl ich die gesamte Verantwortung dafür übernehme - ich kann nur mich selber dafür verantwortlich machen."

Aber sein Fehlverhalten rechtfertigt nicht den illegitimen Prozeß, der in dieser Woche in Washington zu einem hysterischen Höhepunkt gelangt ist: ein Ankläger, der die Regeln bricht, um den Präsidenten zu zerstören

ein Fernseh-Corps, das wie ein Chor des Anklägers handelt

parteiliche Republikaner im Kongreß, die nachhaltig den Glauben zerstören, daß Konservative die Institutionen respektieren.