"Der Euro kommt", lautet der Werbeslogan für die künftige gemeinsame Währung. So langsam wird den Regierungen klar, was wirklich auf sie zukommt. Stabilitätspakt, Unabhängigkeit der Zentralbank und das Aussehen des neuen Geldes - alles entschieden. Nun fällt der Blick auf die praktischen Probleme. Schon bei der Verteilung der neuen Banknoten und Münzen zum Stichtag 1. Januar 2002 stoßen Banken und Behörden in den elf Staaten an ihre Grenzen. Vor allem das Kleingeld bereitet den Planern Kopfzerbrechen. Es gehe "nicht um ein paar Kilo, sondern um Dutzende von Millionen von Tonnen", so ein Sprecher der belgischen Münzanstalt. Tausende von Transporten müssen gesichert werden. Und in den Banken fehlt der Platz, die Berge von Peseten, Francs und Lire zu stapeln. Helfen soll die Armee: Kasernen könnten als Lager dienen, die Soldaten als Wachmänner und die schweren Lkw als Geldtransporter. Europas Soldaten stünden vor "einer der größten Herausforderungen seit dem Zweiten Weltkrieg", schrieb die Financial Times.