In dieser Woche hat die Europäische Union die Beitrittsgespräche mit Polen, Ungarn, der Tschechischen Republik, Slowenien, Estland und Zypern aufgenommen. In der ersten Runde geht es um vergleichsweise leichtere Kapitel der EU-Osterweiterung: Telekommunikation, audiovisuelle Medien, kleinere und mittlere Unternehmen. Über die schweren Brocken wie Landwirtschaft, Regionalhilfen, Freizügigkeit und Arbeitskräfte wird erst im nächsten Jahr gesprochen.

Im strengen Sinne sind diese Runden keine Verhandlungen. Die EU erwartet von den Kandidaten, daß sie den Gemeinschaftlichen Rechtsbestand (Acquis communautaire) vollständig übernehmen. Die mehr als 80 000 Textseiten mit Rechtsvorschriften enthalten 14 000 Rechtsakte. Verhandelbar sind nur die Übergangsfristen und Ausnahmeregelungen.