Heiko Peters ist wieder da. Vor der Wahl bedrängte er mit Zeitungsanzeigen die Regierung seines Parteifreundes Helmut Kohl, den Opfern der ostdeutschen Bodenreform ihren Besitz wiederzugeben. Sein Argument: Kohl & Co. lügen wie gedruckt mit ihrer Behauptung, das sei bei der Wiedervereinigung ausgeschlossen worden.

Neue Regierung, neue Kampagne. Jetzt stützt sich Peters auf eine Entschließung des amerikanischen Repräsentantenhauses, mit der die Rückgabe widerrechtlich enteigneten Besitzes gefordert wird. Ein halbes Dutzend Länder sind namentlich angesprochen - und "sonstige Nationen". Warum also nicht die Bundesrepublik?

Daß Peters und seine Freunde die Verlage mit Anzeigen beglücken, sei ihnen unbenommen. Aber ein paar neue Argumente wären schon gut. Schimpfe für den Altkanzler setzt doch die neue Regierung nicht unter Druck. Wie wär's also mit dem Slogan: "Danke, ihr Alteigentümer, daß ihr links gewählt habt"? Dann fühlte sich Schröder geschmeichelt, und die CDU könnte endlich ihr Mitglied Peters rausschmeißen.