Endlich gibt es für Sprachschüler eine Alternative zum stundenlangen Vokabelpauken: Sie sollten rechtzeitig ein Musikinstrument lernen. Psychologen der Universität Hongkong fanden heraus, daß frühzeitiger Musikunterricht die sprachlichen Fähigkeiten eines Menschen dauerhaft verbessere (Nature, Bd. 396, S. 128). In einer Testgruppe von sechzig Studentinnen konnte sich jene Hälfte deutlich mehr gesprochene Wörter merken, die in den ersten zwölf Lebensjahren mindestens sechs Jahre lang Musikunterricht bekommen hatte. Die Forscher erklären ihre Beobachtung damit, daß Sprache und Musik im gleichen Hirnabschnitt, dem sogenannten linken temporalen Lobus, gespeichert wird. Dieses Areal ist bei Musikern besonders groß. Auf das optische Gedächtnis hingegen, das sich in der rechten Hemisphäre des Gehirns befindet, hatte der Musikunterricht keinen Einfluß.