Was haben ein Frisiersalon und ein Eishockeyverein mit einem Media-Markt gemeinsam? Nichts, natürlich. Und genau das sollen auch die Betrachter der aktuellen TV-Werbespots des Großanbieters von Elektrogeräten denken. Tatsächlich sind die Werbefilmchen, die bereits zum Gesprächsstoff wurden, für Walter Gunz, den Geschäftsführer der Media-Saturn-Holding, nichts als "eine Persiflage". Doch was der Manager der Metro-Tochter als "Spaß" betrachtet, kommt nicht überall gut an. Der Duisburger Architekt Harald Jochums beispielsweise war sogar so "erschrocken über die Aggressivität dieser Werbung", daß er sich mit einer Beschwerde an den Deutschen Werberat wandte.

Erfolg dürfte der Mann jedoch nicht haben. Denn die Spots ("Gut, daß wir verglichen haben") fallen nicht unter das Stichwort "Vergleichende Werbung", die laut einer EU-Richtlinie seit Oktober 1997 erlaubt ist, wenn sie nicht herabsetzend oder irreführend ist. Hier wird jedoch nichts Vergleichbares miteinander verglichen. Fragt sich, ob der Media-Markt mit seinen umstrittenen Spots mehr Kunden in seine Märkte lockt. Werbe-Experte Volker Nickel warnt: "Aufmerksamkeit ist noch keine Werbewirkung." Architekt Jochums jedenfalls wurde so nicht gewonnen.