Ohne Wecker zu einer bestimmten Uhrzeit aufzuwachen scheint vielen Menschen unmöglich. Und doch können einige ziemlich genau bestimmen, wann sie aus dem Reich der Träume zurückkehren. Eine Art inneren Wecker wollen nun Wissenschaftler der Universität Lübeck entdeckt haben (Nature, Bd. 397, S. 29). Der Endokrinologe Jan Born und seine Kollegen teilten 15 Testschläfern am Abend vorher eine bestimmte Weckzeit mit. Dann bestimmten sie die Konzentration des sogenannten adrenocorticotropen Hormons (ACTH) im Blut der schlummernden Probanden. Jeweils eine Stunde vor der mitgeteilten Uhrzeit stieg der Wert deutlich an. Dieser Hormonanstieg scheint nach Meinung der Forscher auch für das Erwachen zu einer selbst festgelegten Zeit zu sorgen.