Fernsehen, Internet? Kann man vergessen. Noch immer, freut sich Wolfgang Fürstner vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, "suchen die Konsumenten in Zeitschriften nach Orientierung und schätzen die Möglichkeit des Nachschlagens". Die Gesamtauflage der Publikumszeitschriften ist 1998 jedoch um knapp 3 Prozent gesunken. Beim Anzeigengeschäft legten die bunten Blätter um knapp 6 Prozent zu - Wirtschaftsmagazine um 30 Prozent und Computertitel um 20 Prozent. Hier will der Hamburger Bauer Verlag, das größte heimische Zeitschriftenhaus, verstärkt expandieren. Schon vor einem Jahr wurde die Geldidee eingeführt. Verkündet werden die Neuigkeiten aus dem 123 Jahre alten Familienunternehmen seit Jahresbeginn von Andreas Fritzenkötter, dem langjährigen Medienberater von Exkanzler Helmut Kohl. Diese Nähe hatte andere Verlagshäuser von einem Engagement des Medienprofis abgehalten. Für den konservativen Verleger Heinz Bauer, der selbst die Öffentlichkeit scheut, war das sicher ein Plus.