Der russische Nationalist Wladimir Shirinowskij - in der Kunst, sich Gehör zu verschaffen, hochgeübt - fordert die Befreiung seines Landes: und zwar von der "sexuellen Hegemonie" der Vereinigten Staaten. In seinem neuen Buch schreibt Shirinowskij die "aggressive Sex-Politik" der USA sei "sehr gefährlich für uns, der Kampf gegen amerikanische Einflüsse auf unsere sexuellen Verhaltensweisen hat höchste Priorität". Mit einer staatlichen Sex-Kampagne will der 52jährige die Russen "sexuell aktiver" machen. Statt Monogamie müsse es einen "Erfahrungsaustausch" zwischen den Generationen geben. Russische Jungfrauen sollten sich an erfahrene Männer halten, die über ein "staatliches Sex-Zertifikat" verfügten. Umgekehrt käme den Babuschkas die Aufgabe zu, sich um die Jünglinge des Landes zu kümmern. In Gefängnissen, Kasernen und auch auf russischen Raumschiffen sollten Prostituierte für mehr Aktivität sorgen. Wenigstens unter Häftlingen, Soldaten und Kosmonauten dürften Shirinowskijs Wahlchancen gestiegen sein.