Wer Bildung für ein langweiliges Zuschußgeschäft hält, darf sich freuen. Bald könnte es in den Klassenzimmern so bunt und munter zugehen wie im Privatfernsehen. Denn Nordrhein-Westfalen will künftig das Schulsponsoring erlauben. In anderen Bundesländern sollen die Werbeverbote an Schulen ebenfalls wanken. Was für ein Spaß: Frontalunterricht wird durch Werbeblöcke aufgelockert. Zum Stundenschluß präsentiert eine Großbank das Pausenwetter. Doch Achtung, Kinder, freut Euch nicht zu früh! Zumindest in NRW wollen die Bildungspolitiker nur Sponsoring, aber keine echte Werbung erlauben. Fragt sich nur, ob sich ein Germanist für den freifinanzierten Rechtschreibunterricht findet, wenn er das Emblem des Duden-Verlages auf der Haut zu Markte tragen muß.