DIE ZEIT: Sie haben etwas getan, das keiner Ihrer Kollegen in der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) jemals wagte: Sie haben bestätigt, daß IOC-Mitglieder bestochen wurden, um für Salt Lake City zu stimmen - und damit eine Lawine ins Rollen gebracht.

MARC HODLER: Nein, das stimmt so nicht. Nicht ich habe etwas ins Rollen gebracht, in Salt Lake City sind gewisse Dinge ans Licht gekommen.

HODLER: Nein, habe ich nicht. Ich brauchte nichts zu bestätigen, es gibt ja Schriftliches in Salt Lake City selber.

ZEIT: Aber Sie haben sich dazu öffentlich geäußert.

HODLER: Nicht eigentlich, nein.

ZEIT: Man kann Ihre Äußerungen doch in Interviews nachlesen.

HODLER: Ja, ja. Ich bin einfach gefragt worden, weil ich im IOC zwei Aufgaben zu erfüllen habe: Ich bin im Exekutivkomitee, und ich leite die Koordinierungskommission für die Winterspiele. Aber ich habe nichts anderes gesagt als: Da liegen jetzt Dokumente über Zahlungen oder Verpflichtungen zugunsten von IOC-Mitgliedern in Zusammenhang mit der Kandidatur von Salt Lake City vor: Jetzt haben wir Beweise. Die müssen wir auch haben.