BASF steigt jetzt ins Geschäft mit Gen-Saatgut ein. Der Ludwigshafener Chemiekonzern hatte bisher noch auf klassische Landwirtschaftsprodukte - Dünger, Unkraut- und Schädlingsvernichter - gesetzt, während Wettbewerber wie die amerikanische Monsanto oder die Hoechst-Schering-Tochter Agrevo sich schon in der umstrittenen Gentechnik etablierten. Nun nimmt BASF die Aufholjagd auf. Nach der Gründung von zwei Forschungsfirmen im Sommer gab BASF jetzt die Beteiligung am schwedischen Saatguthersteller Swalöf Weibull bekannt. Das Unternehmen gilt unter Experten zwar nicht als allererste Adresse: Es ist verschuldet, am wichtigen US-Markt nicht präsent und nur die Nummer 17 in der Branche. Doch seit Monsanto auf Einkaufstour ging, sind nicht mehr viele Samenzüchter übriggeblieben. "Der Markt ist ziemlich abgegrast", urteilt Wolfgang Sawazki, Chemie-Analyst der WestLB. "BASF ist sehr spät auf den Zug aufgesprungen."