Wenn scheinbar unfruchtbare Paare nach einer künstlichen Befruchtung endlich ein Kind bekommen, dann haben sie offenbar überraschend hohe Aussichten, auf natürlichem Wege ein weiteres Kind zu zeugen. An der Hochschule von Akita in Japan hat ein Ärzteteam insgesamt 142 Frauen untersucht. Sie waren zwischen 24 und 40 Jahre alt und hatten nach einer In-vitro-Fertilisation (IVF) jeweils ein Kind geboren. In dem Zeitraum von fünf Jahren nach der IVF-Entbindung wurde bei immerhin 18 Prozent der Elternpaare die Frau dann auch ohne technische Hilfe schwanger, schreiben die Ärzte jetzt in der Januarausgabe der Fachzeitschrift Fertil Steril.

Damit bestätigt sich die alte These, daß viele Paare aufgrund psychischen Drucks ungewollt kinderlos bleiben. Offenbar lindert die erste Geburt die seelischen Anspannungen. In jedem Fall raten die japanischen Ärzte Frauen, die jünger als 33 Jahre sind und nach einer erfolgreichen künstlichen Befruchtung noch ein weiteres Kind haben wollen, es zunächst einmal zwei Jahre lang auf dem herkömmlichen Wege zu versuchen.