Verwegen Schaluppen, die brennen in Lichten an Dämmen. Wo gelbschwappend Algen die See bewachen. Der geheuerten Männer flötend gesogener Atem.

Nur Igel noch, griffig gesammelt von wettrigen Händen, erbrochen von härteren Messern, geschlürft: und die Schalen dem Rudel speichelnder Wildhunde vor die springenden Läufe geschleudert. Wassergänger sind sie gewesen, Meerstecher. Sie streichen die Daumen längs der Kohlen, sie krüllen die Brauen, die Bärte, weisen das zahnlose Grinsen und löschen die Reste der Flammen der morschtrocknen Wiedereinstiege.

Kraftwagen Im Reifensog rasseln der Birken tote Blätter.

Schweigend schwingen die Flocken Aprilschnees vor den listigen Drehungen fort zu den Fjorden mit den ranzigen Ochsenfleischlasten. Nicht brechen die kantigen Eisbarren vorerst im Blei.

Gerhard Neumann: Unter Ziegelbränden Gedichte; Rimbaud Verlag, Aachen 1997; 61 S., 28,- DM