Mit einem Tausender will Thüringen die Touristen in Scharen anlocken. Nicht in Mark oder in Euro, nein in Metern. Es geht um den Schneekopf im Wintersportmekka der ehemaligen DDR. Das Drama: Der Berg ist zu kurz geraten, genau 32 Meter fehlen ihm. Und da die Thüringer sich noch nicht zutrauen, Berge zu versetzen, soll der Natur wenigstens etwas nachgeholfen werden. Zur wahren Größe nämlich, meint der Finanzminister, werde die Erhebung erst mit einem ordentlichen Chapeau, dem Adelshut für Tausender. Zwar kostet das Aufschütten viel Geld, doch das Loch in der ohnehin leeren Haushaltskasse dürften die Urlauber bald wieder füllen. Außer Wolken stoßen sich an dem neuen Gipfel freilich auch ein paar Thüringer. Wer weiß schließlich, was passiert, wenn die Bäume am Schneekopf demnächst in den Himmel wachsen.