die zeit: Neben Ihrer Promotion an der Universität St. Gallen in der Schweiz machen Sie Ökologie an Wirtschaftsunis zum Thema. Sind Managementstudenten überhaupt an Ökologie interessiert?

Alexander Barkawi: Immer mehr. Die Erfolge beim Ausbau unserer Studenteninitiative "oikos" und der Gründung von "oikos International" im vergangenen Jahr haben uns gezeigt, daß wir ein wichtiges Thema aufgreifen.

zeit: Was ist oikos International?

Barkawi: Oikos International ist die Dachorganisation lokaler oikos-Gruppen, die an verschiedenen europäischen Universitäten ökologische Aspekte in die Wirtschaftsausbildung integrieren. Neben dem 1987 gegründeten oikos-Team in St. Gallen haben wir im vergangenen Jahr an Wirtschaftsfakultäten in Deutschland, Österreich, Schweden und der Tschechischen Republik neue Gruppen etabliert. Weitere oikos-Standorte sind im Aufbau.

zeit: Was unternimmt Ihre Initiative konkret?

Barkawi: Die oikos-Gruppen organisieren Vorträge, Workshops, Simulationsspiele und Konferenzen an ihren Universitäten. Die Kölner Gruppe hat beispielsweise im November ein Seminar zum Thema Ökologisches Marketing durchgeführt. Wichtig ist uns auch, unsere Anliegen mit Vertretern der Industrie zu diskutieren.

zeit: Stoßen Sie mit diesem Thema bei Firmen auf offene Ohren?