Einen Test zum Nachweis der Gehirnerkrankung Creutzfeldt-Jakob glaubt die Gruppe um John Collinge am St. Mary's Hospital in London entdeckt zu haben. Die Forscher haben die sogenannte neue Form der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit untersucht (vCJK), die mit dem Rinderwahn BSE in Verbindung gebracht wird und vermutlich durch infektiöse Eiweißmoleküle, Prionen, ausgelöst wird. Die Wissenschaftler überprüften die Organe verstorbener vCJK-Patienten (Lancet, Bd. 353, S. 183) und fanden die Prionen jeweils in der Milz, den Lymphknoten und in den Mandeln.

Zu demselben Ergebnis kamen sie nach Untersuchungen des Mandelgewebes von lebenden Menschen, bei den ein Verdacht auf eine vCJK. bestand. Bei jenen Patienten, die später tatsächlich an dem heimtückischen Gehirnleiden erkrankten, fanden sich Prionen in den Mandeln. Mit solchen Mandeluntersuchungen könnte vCJK bereits im Frühstadium erkannt werden, folgern die Londoner Wissenschaftler. Bisher läßt sich die Krankheit zweifelsfrei erst nach dem Tod eines Patienten nachweisen - durch eine Obduktion des Gehirns.