Wenn Frauen in der Schwangerschaft zuviel Angst um ihr Kind haben, dann kann das negative Wirkungen für das Baby haben: Die Kinder ängstlicher und gestreßter Mütter sind bei der Geburt oft kleiner und leichter als der Durchschnitt. Jetzt glauben Londoner Ärzte eine Erklärung dafür gefunden zu haben (British Medical Journal, Bd. 318, S. 153). Bei ängstlichen Frauen ist die Blutzufuhr zur Gebärmutter auffallend häufig gestört. Dadurch werden auch Mutterkuchen und Fetus mit weniger Blut versorgt. Das haben die Mediziner an 100 Schwangeren im dritten Monat ermittelt. Einerseits beobachteten sie per Ultraschall die Blutbewegung in den Gebärmutterarterien, andererseits filterten sie mit einem psychologischen Test die ängstlichen Frauen heraus. Bei ihnen war der Blutfluß viel öfter eingeschränkt als bei den Schwangeren, die Ruhe bewahrten. Offen läßt die Studie indes, ob die Angst den Blutfluß verschlechtert oder ob der schlechte Blutfluß die Angst auslöst.