Wer gesteht schon gerne Niederlagen ein - erst recht in der Rüstungsbranche? British Aerospace und General Electric wollen im Vereinigten Königreich den drittgrößten Luftfahrt- und Rüstungskonzern der Welt bilden. Bei der deutschen Dasa fühlt man sich geprellt. Schließlich galten die Deutschen vor Weihnachten noch selbst als Traumpartner. Nun ist von ihnen beleidigt zu hören, man könne auch ohne Insulaner einen paneuropäischen Rüstungskonzern gründen.

Europas Regierungen sind da ganz anderer Meinung. Sie sind sich einig, daß nur ein gemeinsamer Konzern die billigsten Waffen liefern kann. Zudem waren vor ein paar Wochen aus Deutschland noch Loblieder auf die Briten zu hören. Sie wären als Rüstungsmanager denn auch geeigneter als etwa die Franzosen, denen der Staat noch immer kräftig ins Geschäft hineinregiert. Nach der Schmollphase dürften also wohl alle wieder miteinander reden.