Dreißig Jahre gibt es das Bundesjugendorchester, und das Jubiläumskonzert, das aus diesem guten Grund im Münchner Prinzregententheater stattfand, stand unter dem guten Stern, der hierzulande ja bekanntlich nicht Venus heißt oder Kassiopeia, sondern Mercedes. Mit 10 000 Mark hatte die Münchner Vertretung des Stern-Hauses die Veranstaltung unterstützt und außerdem noch 150 Konzertkarten für Mitarbeiter gekauft sowie den Sekt-und-Häppchen-Empfang bezahlt. Und nun der Einbruch: Beim Fototermin des jungen Dirigenten Mario Venzago mit der Stern-Spitze Jürgen Schrempp gab es unflätige Worte des Musikanten in Richtung Sponsor. Ja, gibt es denn keine Dankbarkeit mehr in diesem Lande?? Daß Schrempp dem Leben gegenüber aufgeschlossen ist, muß er, der schließlich auch schon mit einer Flasche Rotwein an der Spanischen Treppe in Rom aufgefunden wurde, nicht mehr beweisen. Weshalb er das Orchester auch in Zukunft unterstützen will, aber nur, wenn es ohne den frechen Dirigenten auftritt.