Kino ohne Musik? Ist wie Urlaub ohne Sonne. Die pfiffige Bonner Kunst- und Ausstellungshalle hat bereits 1995 einen Internationalen Preis für Film- und Medienmusik ausgelobt. Und die Preisträger werden immer bekannter: Dieses Jahr wird Ennio Morricone ausgezeichnet, der für Almodóvar und Pasolini komponierte, vor allem aber Sergio Leones Filmen ihre unvergleichliche Atmosphäre schenkte. Und Ravi Shankar erhält einen erstmals vergebenen Ehrenpreis. Nicht nur für seinen Beitrag zum indischen Kino, auch, weil er die Beatles souverän in die Sphären fernöstlicher Musik und Drogen eingeführt hat. Unvergessen das Bangladesch-Konzert mit George Harrison, bei dem das Publikum gleich zu Beginn ob einiger unkonventionell gezupfter Klangfolgen auf der Sitar in schiere Begeisterungsstürme ausbrach. Shankar mußte die Zuhörer dann aufklären, daß er nur sein Instrument gestimmt habe. Die Preisverleihung findet am 12. Juni statt.