Alles Walzer heißt es in diesem Jahr in Wien. Grund fürs Schwelgen im Dreivierteltakt sind zwei Todestage. Vor 150 Jahren starb Johann Strauß Vater, vor 100 Jahren sein noch berühmterer Sohn. Unsterblich wurde der am 3. Juni 1899 Verblichene durch den Walzer An der schönen blauen Donau und durch die meistgespielte Operette der Welt, Die Fledermaus.

Beides wird in Wien in diesem Jahr unzählige Male zu hören sein, denn Johann Strauß Sohn steht im Mittelpunkt des klangvollen Geschehens. Die Wiener Festwochen beginnen am 7. Mai mit einem Strauß-Abend auf dem Rathausplatz, zu dem der Eintritt frei ist. Im Theater an der Wien wird am 8., 10., 12., 15. und 16. Mai Die Fledermaus aufgeführt. Dirigent: Nikolaus Harnoncourt, Regie: Jürgen Flimm, Frosch: Otto Schenk.

Die Fledermaus hat vom 9. Juli bis zum 14. August das Schönbrunner Schloßtheater ebenfalls im Spielplan. Auf dem Programm der Volksoper stehen in diesem Jahr Der Zigeunerbaron, Eine Nacht in Venedig, Wiener Blut und natürlich Die Fledermaus.

Während des sommerlichen Musikfestivals Klang-Bogen vom 10. Juli bis zum 12. August ertönt selbstverständlich wiederum Strauß, zum Beispiel donnerstags und samstags im Theater an der Wien bei der Operette Wiener Blut.

Zu einem Open-air-Konzert auf dem Heldenplatz laden am 29. Mai die Wiener Philharmoniker. Die Wiener Sängerknaben huldigen zu mehreren Terminen freitags um 16 Uhr im Musikverein dem Walzerkönig.

An den verschiedensten Orten erklingen täglich Strauß-Melodien: im Wiener Kursalon im Stadtpark, in der Orangerie Schönbrunn, im Palais Palffy, im Palais Liechtenstein oder im Café Dommayer, wo jeden dritten Samstag um 14 Uhr die Wiener Walzermädchen aufspielen.

Vom 3. Mai bis zum 4. Oktober legt am Montagabend die Admiral Tegetthoff zur Donaufahrt "The Sound of Johann Strauß" ab. Die Musikanten sind dabei in historische Kostüme gewandet.