Wer glaubt, die vier EU-Anwärter im Osten seien alle arme Schlucker, der irrt. Sloweniens Wohlstand liegt schon bei zwei Dritteln des EU-Durchschnitts. Das Land hat damit Griechenland und Portugal fast eingeholt; auch Tschechien ist nicht mehr weit davon entfernt. Polen ist unverändert Schlußlicht, aber es holt mit jährlichen Wachstumsraten von über fünf Prozent mächtig auf. Verblüffend gut sehen im Vergleich die Arbeitslosenquoten aus: Sie sind allesamt niedriger als in Deutschland. Doch das kann sich rasch ändern. In Tschechien zum Beispiel hat die Modernisierung der Industrie noch kaum begonnen, das gilt auch für Polens Schwerindustrie. Um im Wettbewerb zu bestehen, wird ihnen nichts anderes übrigbleiben, als Arbeitsplätze zu streichen.