1954: Kambodscha wird von Frankreich unabhängig.

1960: Gründung der kommunistischen Partei. Drei Jahre später flieht ihr Generalsekretär Pol Pot in den Dschungel, um der staatlichen Verfolgung durch das Regime Prinz Sihanouks zu entgehen.

1969: Die USA beginnen im Zuge des Vietnamkriegs mit Flächenbombardements auf Kambodscha, weil Einheiten des Vietcong auch von kambodschanischem Gebiet aus operieren. Ganze Landstriche werden zerstört. Viele Bauern schließen sich den Roten Khmer an.

1970: Prinz Sihanouk wird von rechtsgerichteten Militärs mit Hilfe der CIA gestürzt. Im Exil gründet er eine "Königliche Regierung zur nationalen Einheit Kambodschas", die nun aber auch von den Roten Khmer unterstützt wird.

1975: Die Roten Khmer kommen an die Macht und beginnen ihr Experiment eines agrarischen Kommunismus. Beamte, Lehrer, Ingenieure, Ärzte sowie Angehörige von Polizei, Militär und des buddhistischen Klerus werden systematisch liquidiert.

Die Roten Khmer entvölkern die Städte und siedeln die Bewohner auf dem Land an. Schätzungsweise 1,6 Millionen Menschen werden in den folgenden vier Jahren ermordet oder sterben an Hunger und Erschöpfung.

1978: Vietnamesische Truppen marschieren in Kambodscha ein, um die Überfälle der Roten Khmer an der kambodschanisch-vietnamesischen Grenze zu beenden. Im Januar 1979 erobern sie die Hauptstadt Phnom Penh. Ein von Vietnam unterstützter "Revolutionärer Volksrat" übernimmt die Macht, wird jedoch nur von den Ländern des Ostblocks und einigen Staaten der Dritten Welt anerkannt.