Brustkrebs geht manchmal offenbar mit einer veränderten Haarstruktur einher. Diesen verblüffenden Zusammenhang glaubt eine internationale Forschergruppe um die Physikerin Veronica James aus Sydney belegen zu können, und zwar mit Röntgenstruktur-Analysen von Haupt- und Schamhaaren: Bei 23 untersuchten kranken Frauen war das Haar im mikroskopischen Bereich anders strukturiert als bei gesunden (Nature, Bd. 398, S. 33). Auch drei von fünf Frauen mit dem Brustkrebsgen BRCA1, das mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko einhergeht, trugen die eigentümlichen Strukturen im Haar. Diese entstünden bereits, wenn das Haar im Follikel gebildet werde, vermuten die Wissenschaftler. Sie hoffen nun, einen "simplen und zuverlässigen" Brustkrebstest zu entwickeln, für den ein einziges Haar ausreicht.