Guildo Horn ist einfach nicht der Bringer. Nachdem der Meister schon im europäischen Sängerwettstreit nicht so recht reüssierte, soll er nun noch schuld daran sein, daß die Plattenindustrie den Bach heruntergeht. Vergangenes Jahr wurden in Deutschland zehn Prozent weniger CDs verkauft als im Jahr zuvor. Weil das Musikbusineß es nicht verstanden habe, langfristig zugkräftige Schlagerstars aufzubauen, meint der Sprecher des Musikverleger-Verbandes. Da Guildo Horn eher ein reiferer Vertreter seiner Zunft mit erstaunlich dauerhafter Karriere ist, klingt das Argument mit der fehlenden Langfristigkeit ein wenig fadenscheinig. Möglicherweise hat es die Plattenindustrie nur versäumt, langfristig ein zugkräftiges, also ausreichend niedriges Preisniveau für ihre Produkte aufzubauen. CDs sind einfach viel zu teuer.