Rund ein Drittel der Weltbevölkerung leidet unter Eisenmangel. Vor allem in Entwicklungsländern finden die Menschen in ihrer fleischarmen Nahrung zuwenig von dem Metall, das im roten Blutfarbstoff den Sauerstoff transportiert. Programme, die Bevölkerung mit Eisenpräparaten zu versorgen, schlugen fehl, weil sie zu teuer waren und zu unpraktisch. Doch jetzt glaubt der japanische Wissenschaftler Fumiyuki Goto mit vier Kollegen einen Weg gefunden zu haben, Menschen ausreichend mit Eisen zu versorgen (Nature Biotechnology, Bd. 17, S. 282). Sie veränderten eine bestimmte Reissorte gentechnisch, so daß sie dreimal mehr Eisen enthält als normaler Reis. Dazu haben die Forscher das Gen für ein Eisentransport-Protein namens Ferritin aus der Sojabohne in den Reis eingebaut, und zwar so, daß Ferritin in besonders großen Mengen entsteht. Eine Portion des Ferritin-Reises decke 30 bis 50 Prozent des Eisenbedarfs eines Erwachsenen, sagen die Japaner, deren Produkt allerdings noch nicht reif für den Markt ist.