Nachdem Maxim Biller in einem Rundumschlag alle Vorschläge für die Holocaust-Gedenkstätte als Heuchelei verdonnert (Fäkalausdrücke und Gottesverleugnung inbegriffen), verkündet er seinen eigenen Vorschlag, "irgendwo irgendwas" aufzustellen mit der Inschrift "Es tut uns leid". Das ist umwerfend! Es heißt soviel wie "Sorry; da ist einiges schiefgelaufen; wir wollen es auch ganz gewiß nicht wiedertun!"

Joachim Willink Hamburg

Von zwei armseligen Koffern in Auschwitz habe ich mir die Aufschriften notiert: Jana Neumann, geb. 1939, Irene Hahn, geb. 1929. Jawohl! "Es tut uns leid" muß auf dem Mahnmal stehen. Wundervoll fügen sich unter diesen schlichten vier Worten die Millionen Namen und Vornamen mit Geburts- und Mordjahr ein. Ja, es tut uns leid, was Generationen von Deutschen Euch, Dir, Jana Neumann, und Dir, Irene Hahn, angetan haben. Wir Nachfahren wollen an Euch, Ihr Kinder Gottes, denken! An Euch ganz persönlich! Dafür brauchen wir Eure Namen, die man Euch rauben will.

Bernd Diemer, Hürth