Es heißt, die Vorhersagegenauigkeit des Fernseh-Wetterberichts sei so schlecht, daß man ebensogut behaupten könne, das Wetter werde morgen so sein wie heute - angeblich sind die Wahrscheinlichkeiten gleich groß. Stimmt's? Fritz Dierks, Ahrensburg

Das jedenfalls versichert uns der Fernsehmeteorologe Uwe Wesp, der auch Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes ist. Nach seiner Auskunft beträgt die "Erhaltungsneigung" - also die Wahrscheinlichkeit, daß das Wetter morgen genauso ist wie heute - etwa 55 Prozent. Man liegt mit einer konservativen Prognose also tatsächlich meistens richtig. Die professionellen Wetterpropheten dagegen schaffen heute mit ihren Vorhersagen eine Trefferquote von 90 Prozent. Darauf kann man sich fast schon verlassen.

Das Vorurteil mag also vor ein paar Jahrzehnten noch gestimmt haben. Heute dagegen können die Meteorologen mit modernen Verfahren und rechengewaltigen Supercomputern das Wetter in fünf Tagen genauso gut vorhersagen wie 1968 das Wetter des nächsten Tages.

Und die Frage, wie gut Frösche (also die Tiere) das Wetter vorhersagen können, klären wir in einer anderen Folge.