Lässig im Sattel zurückgelehnt und mit wirbelndem Lasso neben einer Rinderherde zu galoppieren, davon träumt auch mancher Erwachsene noch. Wer seine Cowboy-Phantasien einmal ausleben möchte, kann unter einer Reihe von Angeboten wählen. Die meisten Veranstalter stellen ihren Kunden drei Typen von Westernurlaub zur Wahl: Auf den Guest Ranches steht das Reitvergnügen im Vordergrund, die Working Ranches binden den Gast in den normalen Tagesablauf der Cowboys ein, und bei den cattle drives helfen die Urlauber, das Vieh auf die Weiden zu treiben.

Eine Woche Viehtreiben durch den Bundesstaat Wyoming kostet mit Vollverpflegung, zwei Übernachtungen auf der Cheyenne River Ranch und vier Nächten in Zelten etwa 2290 Mark. Katalog Ranch- und Abenteuerurlaub von Argus Reisen, Am Hasengraben 15, 37073 Göttingen, Tel. 0551/770 45-21, Fax -23, Internet: www.argusreisen.de.

Marlboro Reisen verleiht den Western-Fans nach einwöchiger Ausbildung auf einer Working Ranch sogar ein Cowboy-Zertifikat. Der Unterricht findet meist direkt im Sattel statt, gegen Aufpreis wird Erwachsenen auch das Schießen mit dem Revolver beigebracht. Ausbildungsort ist die Ironhorse Ranch in Arizona. Eine Woche mit Flug, Unterkunft, Verpflegung und Zertifikat kostet von 3137 Mark an. Auskunft: Marlboro Reisen, Parsevalstraße 7 b, 40468 Düsseldorf, Tel. 0180/588 84 05, Fax 588 39 05.

Auch in Idaho werden Hilfscowboys gebraucht. Auf der Medicine Lodge müssen die Kühe zusammengetrieben, die Kälber gebrannt, Tränken kontrolliert und Salzlecksteine ausgelegt werden. Reiseveranstalter Pferd und Reiter läßt dabei die Gäste zwischen harter Rancharbeit und erholsamen Ausritten wählen. Für eine Woche mit Übernachtung, Verpflegung und Reitprogramm wird von 2113 Mark an verlangt. Informationen: Pferd und Reiter, Rader Weg 30 a, 22889 Tangstedt, Tel. 040/60 76 69-19, Fax -31.

Wem das Cowboyspiel bitterer Ernst ist, der kann sich auch direkt in den Staaten an das Arizona Cowboy College wenden (Tel. 001-602/767 76 40). Dort werden den Schülern auf verschiedenen Ranches neben dem praktischen Umgang mit Pferd und Lasso auch theoretische Kenntnisse über Rassen, Krankheiten und den Rindermarkt vermittelt. Ein Drittel der Studenten absolviert die Kurse, um später tatsächlich als Cowboy zu arbeiten, der Rest lebt den Wildwesttraum unter professioneller Betreuung. Eine Woche im College kostet mit Unterkunft und Verpflegung von 815 Dollar an, etwa 1420 Mark.