die zeit: Sie wollen mit Sponsoren einen Professor retten. Was ist los an der Universität Gießen?

André Huppertz: Wir versuchen, unseren Marketing-Professor Franz-Rudolf Esch an der Uni zu halten. Die Universität Innsbruck will ihn abwerben und bietet ihm sechs Assistentenstellen statt der zweieinhalb, die er jetzt hat. Esch ist einer der jüngsten Professoren hier und sehr angesehen. Würde er gehen, bliebe ein riesiges Loch zurück.

zeit: Warum wird von der Universität nichts unternommen, um den Mann zu halten?

Huppertz: Die Uni hat kein Geld, um auf das Innsbrucker Angebot reagieren zu können. Das wurde schon in der ersten Verhandlungsrunde klargestellt.

zeit: Also wollen Sie es beschaffen?

Huppertz: Wir haben 100 Firmen angeschrieben mit der Bitte, als Sponsoren aktiv zu werden. Unser Ziel ist es, ein bis zwei weitere Assistentenstellen durch Sponsorengelder zu finanzieren. Wir hoffen, Professor Esch damit halten zu können.

zeit: Wieviel Geld brauchen Sie?