"Das Ziel der Musik ist die Stille." Eberhard Schoener führt ein hektisches Leben. Der 60jährige Komponist, Dirigent und Sting-Entdecker inszenierte für die ARD in Rock meets Classic bereits in den frühen Siebzigern erste Begegnungen von E und U und schrieb über 400 Film- und Fernsehmusiken, von The Killing Fields bis Derrick. Jetzt hat er sich wieder auf musikalische Entdeckungsreise begeben und mit einem tibetischen Mönch die Bergwelt des Himalaya durchwandert. Das Ergebnis, die CD Namaste - Puja (BMG Ariola), mischt die archaische Musik der Mönche mit elektronischen Klanginstallationen, leitet über in eine buddhistische Messe, die puja, und endet im Schweigen der Natur. Wunderbar fremd klingt das, verstörend, beruhigend. Roland Barthes hat von seinen Fernost-Erfahrungen einmal in Worten berichtet, die Schoeners Reise in die Stille als Motto dienen könnten: "Der ganze Zen erscheint mir als ein Verfahren, jene Art innerer Radiophonie zu brechen, die unabläßlich in unserem Inneren sendet, bis in den Schlaf hinein, um das unbezwingliche Geplapper der Seele auszutrocknen, in Sprachlosigkeit zu versetzen."