Jedem das Seine. Zuerst macht Außenminister Joschka Fischer Werbung für den Brockhaus. Nun gut. Das ist noch irgendwie mit dem Amt vereinbar. Schließlich vermittelt die Enzyklopädie das Wissen der Welt. Das kann dem Chef des Auswärtigen Amts nicht schaden.

Dann aber macht der Bundeskanzler persönlich Reklame - für die Telefonfirma Mobilcom. Das sprengt dann doch wohl den Rahmen - und entbehrt ebenfalls nicht einer gewissen Symbolik. Der umtriebige Mobilcom-Chef Gerhard Schmidt ist nämlich gerade dabei, mit seiner umstrittenen Geschäftspolitik den anfangs hohen Kredit seines Unternehmens zu verspielen. Aber halt! So schlimm steht es um den Kanzler dann doch nicht. Schmidt hat ihn vereinnahmt, ohne Schöder zuvor zu fragen. Dabei hätte er ihn doch nur anrufen müssen ...