Als die Saurier sich ihrem jähen Ende näherten, machte ein anderes Ungetüm im Lkw-Format den Erdball unsicher: Das Riesenkrokodil Deinosuchus war fast zehn Meter lang und wog bis zu fünf Tonnen. Jetzt haben die Zoologen Gregory M. Erickson von der Stanford-Universität in Kalifornien und Christopher A. Brochu vom Feldmuseum für Naturgeschichte in Chicago herausgefunden, warum das Geschöpf dreimal länger und bis zu fünfmal schwerer war als die größten heutigen Krokodile: Es hörte einfach nicht auf zu wachsen (Nature, Bd. 398, S. 205). Die Forscher untersuchten Wachstumsringe in versteinerten Knochen des Deinosuchus, das vor gut 60 Millionen Jahren lebte. Die Riesenkrokos wuchsen wie die heutigen Verwandten knapp 30 Zentimeter pro Jahr. Doch stellten sie das Wachstum mit zehn Jahren nicht ein, sondern legten weiter zu, bis sie mit rund 50 Jahren starben - für Krokodile ein biblisches Alter.